0511 / 140-23

Wir sind eine niedrigschwellige Anlauf- und Fachberatungsstelle für drogengebrauchende Frauen*. Du erhältst hier einen Überblick über die Angebote der Anlaufstelle. Fachlich Interessierte bekommen Informationen über die vielfältigen Aufgaben unserer Fachberatungsstelle.

 

 

Am 2. Juni 1975 fand im französischen Lyon der berühmte “Hurenstreik” statt. Wochenlang besetzten über 100 Sexarbeitende die Kirche Saint-Nizier, um gegen zunehmende Repressionen
zu kämpfen. Das Datum gilt seitdem als Internationaler Hurentag und Ausgangspunkt der Selbstorganisation von Sexarbeitenden. Doch die Möglichkeit an Regelungen für ihre Branche
mitzuwirken und Einfluss zu nehmen, bleibt Sexarbeitenden bis heute weitgehend verwehrt.

Mit dem Prostitutionsgesetz (ProstG) von 2002 hat sich die Situation von Sexarbeiter*innen hierzulande verbessert, indem die Sittenwidrigkeit des Berufs abgeschafft wurde und der Lohn für sexuelle Dienstleistungen einklagbar war.

Mittlerweile ist Sexarbeit in Deutschland durch das Prostituiertenschutzgesetz (ProstSchG) seit 2017 stark reguliert. Expert*innen und Aktivist*innen kritisieren, dass durch die staatliche Regulierung die Bedingungen für die Sexarbeit verschlechtert wurden. Durch die Anmeldepflicht (Hurenpass) erhalten Menschen in der Sexarbeit ein öffentliches Stigma. Menschen, die sich aus unterschiedlichen Gründen nicht anmelden, werden zusätzlich kriminalisiert. Das Anmeldeverfahren ist beispielsweise für drogengebrauchende Menschen in der Sexarbeit zu hochschwellig, sodass diese ihre Tätigkeit in der Sexarbeit illegal ausüben müssen.

Durch das gesellschaftliche Stigma erfahren Menschen in der Sexarbeit - und ihre Angehörigen - alltägliche und strukturelle Diskriminierung. Einige halten in der Folge ihren Beruf als Sexarbeiter*in anonym, gehen einem zusätzlichen "Alibi-Beruf" nach und führen ein Doppelleben.

Um die Situation von Sexarbeiter*innen zu verbessern braucht es Verbündete, die gemeinsam gegen die ungerechten gesellschaftlichen Verhältnisse einstehen. Dieses Jahr haben sich erneut Fachberatungsstellen für Sexarbeitende zusammengeschlossen und einen Videobeitrag auf Instragram erstellt. Hier geht es zum Video!

 

 

 

 

 

 

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